Gesund in Balance

Systemaufstellungen

Was sind Systemaufstellungen?

Systemaufstellungen gehören im Feld von Psychotherapie und Selbsterfahrung zu den szenischen Verfahren: Anstatt über ein Thema nur zu reden, wird das damit verbundene Erleben direkt aktiviert, indem innere Bilder durch die Aufstellung mit Stellvertretern oder Figuren nach außen gebracht und weiter bearbeitet werden.

Bei welchen Fragestellungen können Systemaufstellungen hilfreich sein?

Grundsätzlich gibt es hier keine Beschränkungen. Mögliche Fragen könnten z.B. sein:

  • „Wie löse ich mich aus alten (familiären) Mustern und finde neue Wege?“
  • „Wie stehen wir als Paar/Familie/Team zueinander?“
  • Was steht meinem Erfolg entgegen?“
  • „Wie soll ich mich entscheiden?“
  • „Wie gehe ich konstruktiv mit einem Symptom/einer Krankheit um?“

 

Was macht Systemaufstellungen so spannend?

Das Besondere an Systemaufstellungen ist, dass Elemente des Systems, also beispielsweise Familienmitglieder, durch SeminarteilnehmerInnen dargestellt werden. Diese Stellvertreter geben dann Rückmeldung, wie es ihnen beispielsweise an dem Platz ergeht, auf den sie gestellt wurden und was sich verändert, wenn das System neu geordnet wird.

Auf diese Weise können

  • Hypothesen für den weiteren Prozess generiert werden
  • Lösungsbilder (mit möglicherweise notwendigen Zwischenschritten wie Klärungen etc.) gefunden und verinnerlicht werden
  • Klientinnen einmal von außen auf ihr System schauen und so eine andere Perspektive einnehmen
  • Veränderungen auch im „richtigen Leben“ erleichtert werden.

Von den Aufstellungsprozessen profitieren meist alle: der/die Protagonist/in, die StellvertreterInnen und die teilnehmenden BeobachterInnen.

Für wen sind Systemaufstellungen geeignet?

TeilnehmerInnen sollten eine psychische Grundstabilität besitzen. Liegen psychische Schwierigkeiten oder Erkrankungen vor, sollte die Aufstellung in eine ambulante Psychotherapie eingebettet sein. Akut psychotische Zustände gelten als Ausschlusskriterium für eine Systemaufstellung, ebenso schwere Traumatisierungen.